Der versprochene Bericht zu „Womens´s participation in politics“ vom 2. – 3.10. 2104 in Budapest

Budapest Stadt1

Budapest, was für eine herrliche Stadt. Dieses Mal war ich keine Touristin, sondern war auf Einladung von OSCE/ODHIR und der Ungarischen Frauenbewegung Referentin zum Thema – „Wie kann der Frauenanteil in der Politik erhöht werden, welche Möglichkeiten gibt es, best practice Modelle aus Europa“.

Das Besondere an diesem Seminar war vor allem, dass alle politischen Parteien, außer FIDESZ, daran teilgenommen haben und aus ihren alltäglichen Problemen berichtet haben. Etwa, dass KandidatInnen, die nicht der Regierungspartei angehören, ihren Job verloren haben, wenn sie an ihrer politischen Überzeugung festgehalten haben, dass seit FIDESZ Frauen aus der politischen Landschaft verschwinden, der Frauenanteil unter 10 % liegt, es keine einzige Ministerin in der Regierung gibt usw. Vieles hab ich gehört, worüber ich bei uns nie lese oder informiert werde. Was mich aber besonders beeindruckt hat, war der starke Wille der Frauen zur Veränderung, trotz aller Widerstände!

Die Mischung der Vortragenden war international. USA, Norwegen, Schweden, Polen, Slowenien, Österreich und natürlich Ungarn. Es hat sich dabei eines genau gezeigt, die Hürden sind auf Grund der sozialen und politischen Struktur des Landes, der institutionellen Faktoren und der Sichtweise zur Rolle der Frau sehr unterschiedlich. Trotzdem lassen sich Gemeinsamkeiten ableiten. Etwa der aktuelle Effekt der Quote, der vielmehr an der speziellen Ausformung als am Quotensystem selber liegt. Oder die vorhandene Infrastruktur – Kinderbetreuung, Erziehungsurlaub, Gender Qualität, Altenpflege, öffentlicher Verkehr uvm. Ein interessanter Link dazu zu dem Vortrag der schwedischen Kollegin Gender equality – v2.

Ich habe über unterschiedliche Beispiele in der OSZE Region gesprochen und mich dann auf Österreich konzentriert 141001-frauen.

Budapest

Augenscheinlich ist, dass je näher man der lokalen – sprich Gemeindeebene – kommt, desto geringer wird der Frauenanteil im politischen Geschehen. Das hängt sehr stark mit den politischen Strukturen zusammen. Jahrhunderte lang war Politik Männersache, aber die Rollenbilder brechen langsam auf, das ist auf allen Ebenen zu beobachten.

Für die Gleichstellung der Frauen in der Gesellschaft zu kämpfen ist keine Frage der „Frauenpolitik“, sondern eine Frage der „Gesellschaftspolitik“. Davon profitieren die Gesellschaft, die Wirtschart und die Familien. Wir haben schon ein Stück des Weges hinter uns, aber noch ein Größeres vor uns – DRAN BLEIBEN!

Frau Hope

 

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