Ich bin eine Quotenfrau.

…und das ist gut so. Mein GRÜNER Landtagskollege ist übrigens ein Quotenmann. Und auch das ist gut so. – Ein Beitrag darüber, warum ich für die Frauenquote eintrete. 

Wir GRÜNEN arbeiten schon sehr lange mit Geschlechterquoten. Diese haben zum Ziel, dass Frauen und Männer in Entscheidungspositionen gleichermaßen, also paritätisch, vertreten sind. Das gilt sowohl für Gremien innerhalb der Partei als auch für Mandate, die wir bei Wahlen erreichen. Was ist das Resultat? In unseren GRÜNEN Reihen haben wir ausgewogene Teams, egal, wohin wir schauen. Ich bin überzeugt: Durch die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männer treffen wir bessere Entscheidungen.

Warum ich das schreibe? Nun, egal wohin wir blicken, machen wir die Erfahrung, dass Frauen nach wie vor oft unterrepräsentiert sind. Führungsebenen im Bereich der Wirtschaft, der Politik, aber auch in der Wissenschaft weisen einen sehr hohen Männeranteil auf. Trotz aller guten Willensbekundungen, das ändern zu wollen, tut sich sehr wenig. Gleichzeitig wird auf Geschlechterquoten geschimpft: „Nicht umsetzbar“, „Wir brauchen keine Quotenfrauen“, „Die Quote diskriminiert die Männer“ – so und anders lautet die Kritik.

Die Quote wirkt 

In der Enquete-Kommission des Salzburger Landtags wollen wir nun einen genaueren Blick darauf werfen, wie wir den Frauenanteil in der Politik erhöhen können. Und da liegt es doch nahe, einmal dorthin zu blicken, wo dies bereits funktioniert. Ein Ergebnis – das kann ich vorweg nehmen – wird sein: Die Quote ist für die Hebung des Frauenanteils ein wirkungsvolles Instrument.

Wir GRÜNE haben als eine 15%-Partei bundesweit eine weibliche Bundessprecherin (Eva Glawischnig) und stellen mit Maria Vassilakou die Vizebürgermeisterin der österreichischen Bundeshauptstadt Wien. Außerdem haben wir zwei stellvertretende Landeshauptfrauen (Astrid Rössler in Salzburg und Ingrid Felipe in Tirol). Das sind Spitzenfunktionen, die mit Spitzenfrauen besetzt sind.

In Salzburg haben wir zwei GRÜNE Landesrätinnen (Astrid Rössler und Martina Berthold) sowie einen Landesrat (Heinrich Schellhorn), sowie drei weibliche und vier männliche Landtags-Abgeordnete. Unsere internen Gremien (Landesvorstand und Landesausschuss) sind selbstverständlich ebenfalls paritätisch besetzt. Unser Landesgeschäftsführer ist ein Mann, die Landessprecherin eine Frau. In den Nationalrat und in den Bundesrat entsenden wir je eine Frau.

Gleiche Chancen – für Frauen und Männer 

Die Quote hilft uns, unseren Willen, mehr Gleichberechtigung zu schaffen und mehr Frauen in die Politik zu bringen, umzusetzen. Nicht mehr und nicht weniger! Und: Wenn Frauen uns nicht die Tür einrennen, dann müssen wir eben genauer hinschauen und sie suchen. Aus Erfahrung kann ich sagen: Die Suche ist fast immer erfolgreich.

Auch ich habe nicht gleich „hier!“ geschrien, als es darum ging, KandidatInnen für den Gemeinderat und später für den Landtag zu finden. Mein Weg in die Politik führte über die Grünen Frauen. Dort bin ich gestärkt worden, dort habe ich politische Vorbilder gefunden, dort fand ich die Sicherheit, mich für eine politische Funktion zu bewerben.

Vielleicht brauchen wir die Quote eines Tages nicht mehr, weil Frauen und Männer ohnehin im gleichen Ausmaß in der Politik und in anderen Gesellschaftsbereichen vertreten sind. Bis dahin schafft sie allerdings Klarheit und vor allem: Sie wirkt.

 

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